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w3/blog – Das w3logistics-Blog

31. August 2009

Bedrohung Suchmaschine

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 13:20

Suchmaschinen machen unser Leben einfacher: Kurz drei Wörter eingetippt und in den meisten Fällen hat man gleich auf den ersten Blick die gewünschte Information parat.

Was sich viele aber nicht bewusst machen, ist die Gefahr, die hiervon ausgeht. Die wurde mir deutlich, als sich neulich eine Mitarbeiterin eines Kunden bei mir beklagte, dass sie die bei uns für sie gehostete Website gar nicht erreichen könne. Bei genauem Nachfragen stellte sich heraus, dass sie den ihr bekannten Domainnamen nicht in das Adressfeld des Webbrowsers eingab, sondern bei Google danach suchte. Da die Suchmaschine die noch sehr neue Seite schlecht bewertete, kam sie aber in den Suchergebnissen gar nicht vor (bzw. erst so weit „unten“, dass sie übersehen wurde).

Nun mag das im vorliegenden Fall noch recht harmlos aussehen, jedoch kann dieses Vorgehen schwerwiegende Folgen haben: Böswillige Zeitgenossen können Angebote kommerzieller Anbieter nachbilden und durch Suchmaschinenoptimierung dafür sorgen, dass ihre Seiten in den Suchergebnissen noch vor den Originalseiten gelistet werden. Getäuschte Anwender können dann verleitet werden, persönliche Zugangsdaten in diese Seiten einzugeben. Mit den so erhaltenen Daten steht dann quasi beliebigen Missbrauchsszenarien nichts mehr im Wege.

Um so erschreckender, dass bei einer Umfrage im Bekanntenkreis deutlich wurde, dass viele eher unbedarfte Internetbenutzer genau dieses Modell verwenden: Obwohl die Domain bekannt ist, wird sie nur via der Suchmaschine zugegriffen.

Missbrauch steht hier Tür und Tor offen. Was man dagegen tun kann, ich weiß es jedenfalls nicht.

17. August 2009

ROSI-SQL?

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 09:57

Immer wieder erblicken neue Programmiersprachen das Licht der Welt.
Einige bleiben dabei über Jahre die strahlenden Sieger (wie C, Cobol und Java), andere geraten eher früher als später in Vergessenheit. In die letztere Kategorie gehört wohl auch ROSI-SQL.

Diese Sprache wurde von der Firma Halstenbach als 4GL-Sprache Anfang der 1990er Jahre entwickelt. Zwar bietet diese Firma immer noch Support an, jedoch nimmt die Zahl der Entwickler, die ROSI-SQL „sprechen“ immer mehr ab, auch wenn sogar Plugins für vim verfügbar sind.

So war es nicht verwunderlich, dass wir hier eine Anfrage von einer Firma bekamen, welche diverse ROSI-SQL Systeme im Einsatz hat, aber Niemanden, der sie wartet.

Im Zuge der Anpassungen am ROSI-SQL-Teil der Applikation konnten wir den Kunden gleich davon überzeugen, dass es sinnvoll ist, die ursprünglich unter HP-UX laufenden Anwendungen kurzerhand auf Linux zu portieren, zumal er auch andere seiner Systeme unter Linux betreibt und diese Migration zu einer Vereinheitlichung seiner Systemlandschaft beiträgt.

Das besondere war, dass sich die Portierung auf Grund weggefallener Wartungskosten für die HP-Systeme kurzfristig amortisiert hat.

Aber so soll es ja sein, oder? .-)

16. Juni 2009

Windows NT – die nicht zu unterschätzende Gefahr

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 08:27

Neulich war ich bei einem Kunden, dessen Lagersystem noch komplett unter Windows NT betrieben wird. Der Kunde sieht zunächst keine Probleme:

  • Das Lager läuft stabil.
  • Sicherheitsbedenken hat er auch nicht, da das Lager nur im internen Netz läuft.
  • Die Kosten halten sich im Rahmen, da ja alles abgeschrieben ist.
  • Die Mitarbeiter wissen, was bei Problemen zu tun ist.

Also alles OK?

Leider nein, da der Kunde plötzlich feststellen muss, dass er Windows NT nicht mehr auf aktueller Rechnerhardware installieren kann.
Von den ursprünglichen drei Ersatzrechnern ist nun der letzte in Betrieb genommen worden.

Was also tun?

Gemeinsam mit dem Kunden haben wir nun beschlossen, ihn in einem ersten Schritt bei der Migration des Systems auf Windows XP zu unterstützen, sodass er dann „in Ruhe“ weitere Schritte einleiten kann.

28. Mai 2009

Systemdemo oder Referenzbesuch?

Abgelegt unter: Logistik — Jörg Schneider @ 08:41

Vermutlich würde sich kein Autotester darauf beschränken, einen Geländewagen im Show-Room des Herstellers Probe zu fahren.

Überraschend daher das Anliegen vieler Kunden, die ein Lagerverwaltungssystem erwerben möchten: Statt des vom Anbieter vorgeschlagenen Referenzbesuchs bei einem Kunden wird um die gute, alte Demo im Besprechungsraum gebeten.

Fragt sich, ob die Demo bei Kaffee & Keksen tatsächlich geeignet ist, den richtigen Anbieter zu finden:

„Eine Präsentation zeigt uns, ob der Anbieter zu uns passt.“ Wirklich? Vielleicht zeigt sie doch eher, ob der präsentierende Vertriebskollege ein sympathischer Mensch ist. Ein LVS-Projekt ist aber die Grundlage einer langfristigen Zusammenarbeit – und ob der Anbieter dafür der geeignete Partner ist, kann man sicherlich am besten bei einem seiner Kunden feststellen.

„Die Basisfunktionen können wir auch in einer Präsentation überprüfen.“ Stimmt, aber ein LVS wird nun mal nicht wie ein Textverarbeitungsprogramm am Schreibtisch genutzt. Der Großteil der Arbeit wird von Packern am Versandplatz oder mit einem Datenfunkgerät auf dem Stapler erledigt – und ob Bedienbarkeit und Ergonomie dort gegeben sind, lässt sich nun mal am besten „vor Ort“ beobachten.

Im Besprechungsraum werden dann auch häufig die Fragen gestellt, die vermutlich nur dort interessant sind, z. B. ob man denn in der Oberfläche Felder verschieben könne. Eine durchaus legitime Frage im wohlklimatisierten Besprechungsraum, aber der Packer im Lager würde fuchsteufelswild werden, wenn seine Kommissioniermaske ab und zu immer mal wieder ein bisschen anders aussähe.

Bleibt das Zeitargument: Natürlich ist die Präsentation im Besprechungsraum weniger aufwändig – an einem Tag lassen sich statt zweier Referenzbesuche locker vier Anbieterpräsentationen unterbringen. Andererseits: Wer einen fünf- oder sechsstelligen Betrag für eine neue Software ausgibt, sollte sich vielleicht doch die Zeit nehmen.

Oder?

18. Mai 2009

Avisen-Mapping

Abgelegt unter: Logistik — Thomas Omerzu @ 11:48

Natürlich kann es einem Logistik-Dienstleister, der Waren für seine Kunden lagert, nie passieren, dass die Ware eintrifft, ohne dass sie vorher avisiert worden wäre. Zumindest, wenn er den Versprechungen seiner Kunden glaubt.

In der Praxis sieht das aber durchaus schon einmal anders aus:

Bei einem Nutzer unseres w3/max, der Waren normalerweise auf Grund von kundenspezifischen, online übermittelten Avisen einlagert, war an einigen Tagen der Anteil nicht avisierter Wareneingänge eines seiner Kunden derart hoch, dass er quasi arbeitsunfähig wurde, da sein ganzer Wareneingang durch diese Lieferungen „verstopft“ wurde.

Geholfen hat ihm nun eine kleine Modifikation am w3/max, die wir „Avisen-Mapping“ nennen: Der Dienstleister lagert die Ware nun zunächst unabhängig vom fehlenden Avis ein. Trifft das Avis dann später nachträglich vom Kunden ein, kann er dialoggestützt die Positionen der Lieferung dem Avis zuordnen; alle im Avis enthaltenen, für die Lagerung wesentlichen Informationen können so der Ware nachträglich zugeordnet werden und dem Kunden kann dann vollautomatisch die kundenspezifische Einlagerungsquittung zugesandt werden.

Kleiner Aufwand, großer Erfolg – kein Problem mit einem LVS, das so universell anpassbar ist wie das w3/max!

27. April 2009

Technische Logistikberatung

Abgelegt unter: Logistik — Thomas Ronzon @ 12:23

Nachdem wir nun schon mehrere Jahre die Wartung des Lagerverwaltungssystems bei einem Kunden durchführen, bekam ich vor einigen Monaten einen Anruf vom Kunden, bei dem ich gefragt wurde, wie denn eigentlich die Fördertechnik an die Lagerverwaltung angebunden ist.
Auf meine Nachfrage warum er dies wissen wollte, erklärte mir der Anrufer, dass er die Hardware seines Lagers erneuern wolle.

Da aber in seiner Firma niemand die Anlage kennt, wusste er nicht, was bei der Umstellung beachtet werden musste.

Aus diesem Grund suchte er „technische Logistikberatung“. Darunter stellte er sich nicht nur Unterstützung bei der Planung der neuen Lagersteuerung vor, sondern auch bei der Auswahl des Fördertechnikanbieters.

Eine vielleicht etwas ungewöhnliche Aufgabe, aber keinesfalls so abwegig!

Wer kennt denn die Steuerung am Besten – doch wohl die, die täglich damit arbeiten.
Wer kennt die Probleme bei den Abläufen – doch wohl auch die, bei denen die Probleme erst mal auflaufen.

Nach einer kurzen Ist-Aufnahme bildete sich schnell eine Expertengruppe beim Kunden heraus, die alle Vorteile vereinte.

Diese bestand aus

  • Dem Lagerleiter – Praktiker und gelernter Schlosser
  • Dem Leiter der Betriebslogistik, welcher den Werksüberblick hat
  • und mir als Projektleiter der EDV-Seite.

Gemeinsam haben wir nun den Umbau entworfen, indem sowohl mechanische Komponenten, wie auch EDV-Komponenten so ausgerichtet werden konnten, dass das Lager (obwohl schon älter) auch logistisch wieder ganz vorne mitschwimmen kann. Und dies für einen Bruchteil der Kosten, die ein „Schreibtischberater“ kosten würde.

6. April 2009

Telematik-„Abwrackprämie“

Abgelegt unter: Logistik — Thomas Omerzu @ 08:34

Eigentlich hatten wir ja gesagt, dass wir uns den Begriff „Abwrackprämie“ verkneifen wollen.

Und genau genommen handelt es sich auch nicht um eine Abwrackprämie: Schließlich sind die meisten Telematik-Systeme kaum so alt, dass man sie schon verschrotten wollte.

Der Begriff kam mir hier nur in den Sinn, weil es sich ebenfalls um eine staatliche Förderung im Bereich des Straßenverkehrs handelt. Da diese aber auf der einen Seite weniger bekannt ist, auf der anderen Seite aber für viele unserer potenziellen Kunden interessant sein könnte, wollte ich diesen Gedanken doch nochmal aufgreifen.

Ich spreche hier von dem Förderprogramm gemäß der Richtlinie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über die Förderung der Sicherheit und der Umwelt in Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen vom 03.02.2009, das vom Bundesamt für Güterverkehr aufgelegt wurde. Neben fahrzeug- und personenbezogenen Maßnahmen ist dort auch die Förderung von effizienzsteigernden Maßnahmen vorgesehen.

Hiermit kann die Einführung eines Telematik-Systems mit 1.400,– € je Maßnahme gefördert werden, sofern der Antragsteller die Fördervoraussetzungen erfüllt (i. W. deutsche Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit eigenen Fahrzeugen).

Nun sagen Sie vielleicht: Was kann man für diesen Betrag schon realisieren?

Wir sagen Ihnen: Die w3/telefonie-Lösung, die Ihnen die grundlegenden Funktionen für ein Proof-of-Delivery liefert, kann für kleine Fahrzeugflotten durchaus zu diesem Preis implementiert werden, inklusive eines halbjährigen Betriebs auf unseren Servern.

Eigentlich eine hervorragende Gelegenheit, kostenlos in das Thema einzusteigen. Sie können bereits in dieser Basisversion Ihren Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten, sind damit für die Zukunft gewappnet und haben eine Grundlage für später ggf. gewünschte Erweiterungen geschaffen.

Sprechen Sie uns einfach an!

P.S.: Bitte beachten Sie, dass die Antragsfrist beim BAG am 15. Mai 2009 endet!

Nachtrag: Die Antragsfrist wurde verlängert bis zum 30. Juni 15. Oktober 2009!

30. März 2009

Mal schnell ’nen neuen Report

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 11:37

Neulich wollte ein Kunde, der bisher nur Barcodeetiketten in seinem System benutzt, die von einem Spezialdrucker aufbereitet werden, nun Reports auf seinem Standard-Laserdrucker ausgeben.
Diese sollten nichts anderes beinhalten als eine Teilebezeichnung und die Teilenummer als Zahl und als Barcode.

Eine leichte Sache möchte man meinen, leider erfordert dies natürlich die komplette Umstellung der Druckroutinen. Und angesichts einer solch einfachen Reportstruktur will man nicht gleich teure und aufwändige Reportingtools einsetzen.

Aber wie bekomme ich sonst Barcodes auf dem Laserdrucker gedruckt?

Lösung war hier die Verwendung von „serverseitigem OpenOffice“. Wie das geht?
Ganz einfach. Auf dem Server wird der Report durch OpenOffice erzeugt, ohne die Benutzeroberfläche zu zeigen. Vielmehr wird OpenOffice ferngesteuert.

Diese Methode hat den Vorteil, dass die komplette Druckaufbereitung von OpenOffice abgenommen wird und es auf Wunsch sogar möglich ist, Dokumente in anderen Formaten wie z. B. als PDF zu erzeugen.
Und das Beste: Der Benutzer kann die Vorlagen einfach selbst mit OpenOffice anpassen.

Das Ganze klappt so gut, dass inzwischen sogar Lagerausgangslisten damit erzeugt werden. 😉

23. März 2009

Kraut und Rüben: Online-Bewerbung

Abgelegt unter: Allgemeines — Thomas Omerzu @ 11:17

Online-Bewerbungen per E-Mail sind „in“: Einfach, schnell, preiswert. Zwar gibt es bestimmt Jobs, bei denen der Arbeitgeber diese Art der Bewerbung für unangemessen halten wird. Aber gerade, wenn Sie sich als Softwareentwickler oder für ähnliche Berufe bewerben, die einen Umgang mit Internet & Co quasi voraussetzen, bietet Ihnen die Online-Bewerbung eine gute Möglichkeit, Ihr Know-How in diesem Umfeld unter Beweis zu stellen. Wenn der potenzielle zukünftige Arbeitgeber in seiner Stellenausschreibung die Online-Bewerbung anbietet, sollten Sie die Gelegenheit daher beim Schopfe ergreifen!

Aber anscheinend kann man dabei noch mehr Fehler machen, als in der traditionellen Bewerbung.

Da ich mich mehr oder weniger täglich über schlecht gemachte Bewerbungen in meiner Mailbox ärgere, hier – nicht ganz uneigennützig – meine persönlichen Tipps für eine gute Online-Bewerbung. Die geben natürlich keine Garantie, dass Sie den Job auch bekommen, insbesondere mögen andere Personalchefs Gewicht auf Aspekte legen, die hier nicht genannt sind. Trotzdem bin ich von einer guten Allgemeingültigkeit überzeugt.

Vorweg:

Was für die gute alte Papierbewerbung gilt, gilt auch für die Online-Bewerbung! Das bedeutet, im Umfang sollten die üblichen Teile enthalten sein:

  • Persönliches Anschreiben, das erkennen lässt, wieso genau Sie für diesen Job der oder die „Richtige“ sind. Und bitte: achten Sie auf Ihre Rechtschreibung und eine ordentliche Formatierung!
  • Eine Unterschrift unter dem Anschreiben ist kein Muss, aber gibt dem Ganzen eine besondere Note
  • Zumindest in Deutschland noch immer erwartert, auch wenn gesetzlich nicht vorgeschrieben: Ein aktuelles Foto
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse (Arbeitszeugnisse, Diplomzeugnis, Schulabgangszeugnis)

Die Bewerbung sollte möglichst nur aus einem Dokument bestehen. Eine Sammlung von einzelnen Dokumenten, womöglich noch mit irgendwelchen kryptischen Archivprogrammen komprimiert, macht das Ganze viel zu unhandlich, da vergeht dem Empfänger gleich die Lust, sich damit zu beschäftigen.

Allgemeiner: Sie sollten keinesfalls irgendwelche ungewöhnlichen Dateiformate benutzen, für die der Personalchef womöglich gar nicht die passenden Programme hat, um sie anzuzeigen.

Auch rate ich von Word-Dokumenten o. ä. ab. Warum? Weil es immer „spaßig“ ist, wenn mir jemand erzählt, er hätte gute Office-Kenntnisse, ich aber in seinem Word-Dokument auf Anhieb sehe, dass er nicht einmal weiß, wie man Tabulatoren oder Absatzformate benutzt!

Wenn es schon Word sein muss, dann aber bitte nicht im allerneuesten Format speichern, sondern ein älteres, gängigeres wählen; alle Word-Programme unterstützen dies. Das gleiche gilt für OpenOffice: Speichern Sie im Word-Format, die Chance, dass der Empfänger das lesen kann, wird dadurch um Größenordnungen besser. (Nein, ich habe nichts gegen OpenSource oder freie Software, im Gegenteil. Aber Fakten kann man nicht wegdiskutieren, schon gar nicht mit seiner Bewerbung!)

Als bevorzugte Lösung empfehle ich: PDF.

Wobei auch hier gilt: Nicht das allerneueste Format verwenden, denn der Personalchef hat wahrscheinlich nicht den gestern erschienenen Acrobat Reader Version 42000. Auch in den älteren Formaten kann man problemlos alle Features nutzen, die für eine normale Bewerbung nötig sind.

Das PDF-Format hat darüber hinaus den Vorteil, dass Sie hier Daten aus verschiedenen Quellen (z. B. das Anschreiben, das Sie vielleicht mit Winword geschrieben haben, ein Zeugnis, das Sie eingescannt haben, oder eine Bescheinigung, die Ihnen schon als PDF vorliegt), problemlos in einem Dokument zusammenführen können. (Wie das geht? Ich empfehle den PDF-Creator. Dort hinein der Reihe nach alle Dokumente drucken, nach dem ersten aber die Option „Warten & Sammeln“ wählen. Wenn alles drin ist, die Dokumente im Creator zusammenführen und dann ausgeben lassen. Fertig!)

Einige Bewerber haben offensichtlich Angst, ihre Bewerbung könne zu groß für meine Mailbox sein und kommen daher auf die Idee, die Dinger zu komprimieren. Davon rate ich ab (s. o.). Mailboxen und Internetverbindungen vertragen heute einiges mehr als noch vor zehn Jahren, daher ist die Größe oft kein wirkliches Problem. Übertreiben sollte man aber nicht. Verwenden Sie daher lieber einfache Tricks, um die Dateigröße zu reduzieren. Besonders gute Ansatzpunkte sind hier Bilder bzw. Scans. Wählen Sie eine geringere Auflösung (kein Bildschirm kann mit 1200 DPI was anfangen und ein Passfoto braucht nicht bildschirmfüllend zu sein). Verwenden Sie außerdem Bildformate mit Datenkompression (z. B. JPG). Dann klappt’s auch mit der Dateigröße.

Ah, die E-Mail-Adresse. Legen Sie sich für Ihre Bewerbung eine „vernünftige“ Adresse zu! Es hinterlässt nicht unbedingt einen guten Eindruck, wenn Sie sich als macho666@alpenjodel.de bewerben. Links auf Ihre private Homepage oder Internet-Profile bei XING o. ä. in Ihrem Briefkopf oder Anschreiben können auch wertvolle Informationen für Ihren potenziellen Arbeitgeber bieten. Überlegen Sie aber, ob dort wirklich geeignete Informationen zu finden sind: Das Fotoalbum von Ihrer letzten Ballermann-Tour könnte durchaus kontraproduktiv sein.

Ach ja: Rufen Sie nicht gleich am nächsten Tag an. Wenn Sie den Personalchef nerven, hat er eine Absage genauso bequem und schnell mit einem Knopfdruck geschickt, wie Sie Ihre Bewerbung…

In diesem Sinne: Viel Erfolg mit Ihrer nächsten Online-Bewerbung!

16. März 2009

Ist Green wirklich Green?

Abgelegt unter: Logistik — Udo Salewski @ 08:44

Die Begriffe Green IT und Green Logistics sind in aller Munde. Aber ist Green wirklich Green?

Über diese Frage stolperten wir im Zuge eines Kundenprojektes, in dem die in die Jahre gekommene Technik eines Hochregallagers inkl. der Regalbediengeräte wieder auf Vordermann gebracht werden sollte. Natürlich stand dabei auch ein Austausch von allen vorhandenen Verschleißteilen an, wozu auch die Motoren der Regalbediengeräte zählten. Schnell kam man überein, besonderes Augenmerk auch auf energieeinsparende Maßnahmen zu richten.

Die Diskussion über die verschiedenen Möglichkeiten mit diversen Fördertechnikherstellern brachte dabei Interessantes zu Tage:
Wer hätte schon gedacht, dass Dinge, an die man sofort denkt, wie Energierückspeiseeinheiten oder Energiesparmotoren, eigentlich nicht in Frage kommen.

Bei Energierückspeiseeinheiten ist die Technik mittlerweile zwar ausgereift, aber technischer und wirtschaftlicher Aufwand stehen in keiner Relation zum Einsparpotential. Damit entfällt ihr Einsatz aus Wirtschaflichkeitsüberlegungen.

Bei Energiesparmotoren ist das Ganze sogar noch schlimmer. Aufgrund ihrer Bauweise (Verbesserung der Leitfähigkeit durch anderes, schwereres Material oder durch vergrößerten Querschnitt des Rotors) führen Optimierungen nur im Vollastbereich zu Vorteilen gegenüber den herkömmlichen Motoren. Bei einem Einsatz in einem RBG wird im Teillastbereich durch das ständige Beschleunigen und Verzögern der höheren Masse der beweglichen Teile sogar noch mehr Energie verbraucht. Somit verbietet sich ihr Einsatz quasi von selbst.

Letzten Endes wurde als einzige Maßnahme in diesem Bereich der Energietransfer durch eine intelligente Ansteuerung eingebaut.

Hierbei erfolgt die Ansteuerung der Achsen (Fahr- und Hubwerk) unter Berücksichtigung einer Energiekopplung. Über eine Zusatzbaugruppe im Regler werden die Zwischenkreise der Regler derart gekoppelt, dass im System freiwerdende Energie von der zweiten Achse genutzt werden kann. Bei der Optimierung der Fahrdiagramme werden die einzelnen Achsen so zueinander verschoben, dass die eine Achse ihre generatorische Energie der anderen Achse zukommen lässt.

Wer hätte das gedacht?

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