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w3/blog – The w3logistics Blog

(Sorry, this document is not available in English. German version follows.)

Monday, 9. November 2009

Kuriose Handscanner

Das Handscanner programmiert werden müssen, ist selbst vielen langjährigen Mitarbeitern von EDV-Abteilungen nicht bekannt. Warum auch, handelt es sich doch hier um für viele Arbeitsbereiche „exotische“ Hardware. Oder haben Sie einen Barcodescanner im Büro?

Das ist auch nicht schlimm, wir helfen ja gerne, auch wenn das telefonisch nicht immer so einfach ist, wie das folgende Beispiel zeigt:

Anruf eines Mitarbeiters, der zwei Arbeitsplätze vor sich hat: „Ich kann nur jede 2. Palette scannen!“

Da von uns eigentlich nur die Lagerverwaltungssoftware, nicht die Hardware geliefert wurde, suchten wir den Fehler zunächst in unserem System.

Schließlich fanden wir aber eine erstaunliche Lösung: Der Scanner hatte einen Kabelbruch! Jede 2. Palette kam auf den zweiten Arbeitsplatz, der so weit weg war, dass das Kabel unter Spannung stand und deshalb keinen
Kontakt mehr gab. Der Scanner musste ausgetauscht werden.

Da die Programmierung des neuen Scanners für die EDV-Abteilung unbekannt war, wurde diese von uns natürlich gleich mit erledigt...
Posted by
Thomas Ronzon
at 10:19 | 1 Comment

Monday, 7. September 2009

Releasewechsel beim LVS

Zu jeder Standardsoftware gibt es regelmäßig neue Releases – auch zu Lagerverwaltungssystemen (LVS). Aber muss der Nutzer sie auch tatsächlich einführen? Oder soll er doch besser mit dem alten Release weiterarbeiten?

Richtig ist sicherlich: Wenn Sie Ihre Zollverarbeitung mit einem Softwaresystem unterstützen, kommen Sie an neuen Releases nicht vorbei – ansonsten verpassen Sie Gesetzesänderungen und bewegen sich mit einem alten Softwarestand vielleicht sogar jenseits der Legalität.

Bei einem LVS ist die Situation aber eine andere: Hier werden Änderungen nicht durch gesetzliche Vorgaben vorangetrieben. Vielmehr tauchen bestimmte Anforderungen in Projekten auf und müssen durch individuelle Anpassungen des Standards realisiert werden – also übernehmen die LVS-Anbieter diese Anforderungen in ihren Standard.

Was bringt nun aber das so entstandene, neue Release einem bestehenden Nutzer? Leider recht wenig, denn für jedes Feature gilt: Entweder war der Nutzer einer der Kunden, für den die neue Funktion ursprünglich individuell entwickelt wurde – dann verfügt er bereits über diese Programmergänzung. Oder die Funktion ist in seiner aktuellen, individuell ergänzten LVS-Version noch nicht vorhanden – dann braucht er sie auch ganz einfach nicht!

Und die Sache mit den Bugs? Hier gilt in etwa das gleiche: Ein Kunde wird sich kaum bis zum nächsten Releasewechsel gedulden, wenn er mit seinem LVS fehlerbedingt nicht arbeiten kann – auch hier löst das neue Release maximal die Probleme, die der LVS-Nutzer aufgrund individueller Fehlerbehebung schon längst nicht mehr hat.

Übrig bleiben vielleicht einige „nice-to-have“-Funktionen oder ein neuer, schickerer Look. Aber dafür ein neues Release? Verbunden mit Umstellungsaufwänden, Kosten und Risiken durch Übernahme von individuellen Anpassungen, Schulungen, vielleicht sogar neuer Hardware ...?

Fazit: Im Lagerverwaltungsbereich zeigen regelmäßige Releasewechsel, dass der Anbieter „am Ball“ bleibt – ob ein neues Release dem bestehenden Nutzer einen praktischen Mehrwert bringt, darf aber zumindest bezweifelt werden.
Posted by
Jörg Schneider
at 13:52 | No comments

Thursday, 28. May 2009

Systemdemo oder Referenzbesuch?

Vermutlich würde sich kein Autotester darauf beschränken, einen Geländewagen im Show-Room des Herstellers Probe zu fahren.

Überraschend daher das Anliegen vieler Kunden, die ein Lagerverwaltungssystem erwerben möchten: Statt des vom Anbieter vorgeschlagenen Referenzbesuchs bei einem Kunden wird um die gute, alte Demo im Besprechungsraum gebeten.

Fragt sich, ob die Demo bei Kaffee & Keksen tatsächlich geeignet ist, den richtigen Anbieter zu finden:

„Eine Präsentation zeigt uns, ob der Anbieter zu uns passt.“ Wirklich? Vielleicht zeigt sie doch eher, ob der präsentierende Vertriebskollege ein sympathischer Mensch ist. Ein LVS-Projekt ist aber die Grundlage einer langfristigen Zusammenarbeit – und ob der Anbieter dafür der geeignete Partner ist, kann man sicherlich am besten bei einem seiner Kunden feststellen.

„Die Basisfunktionen können wir auch in einer Präsentation überprüfen.“ Stimmt, aber ein LVS wird nun mal nicht wie ein Textverarbeitungsprogramm am Schreibtisch genutzt. Der Großteil der Arbeit wird von Packern am Versandplatz oder mit einem Datenfunkgerät auf dem Stapler erledigt – und ob Bedienbarkeit und Ergonomie dort gegeben sind, lässt sich nun mal am besten „vor Ort“ beobachten.

Im Besprechungsraum werden dann auch häufig die Fragen gestellt, die vermutlich nur dort interessant sind, z. B. ob man denn in der Oberfläche Felder verschieben könne. Eine durchaus legitime Frage im wohlklimatisierten Besprechungsraum, aber der Packer im Lager würde fuchsteufelswild werden, wenn seine Kommissioniermaske ab und zu immer mal wieder ein bisschen anders aussähe.

Bleibt das Zeitargument: Natürlich ist die Präsentation im Besprechungsraum weniger aufwändig – an einem Tag lassen sich statt zweier Referenzbesuche locker vier Anbieterpräsentationen unterbringen. Andererseits: Wer einen fünf- oder sechsstelligen Betrag für eine neue Software ausgibt, sollte sich vielleicht doch die Zeit nehmen.

Oder?
Posted by
Jörg Schneider
at 10:41 | 1 Comment

Monday, 18. May 2009

Avisen-Mapping

Natürlich kann es einem Logistik-Dienstleister, der Waren für seine Kunden lagert, nie passieren, dass die Ware eintrifft, ohne dass sie vorher avisiert worden wäre. Zumindest, wenn er den Versprechungen seiner Kunden glaubt.

In der Praxis sieht das aber durchaus schon einmal anders aus:

Bei einem Nutzer unseres w3/max, der Waren normalerweise auf Grund von kundenspezifischen, online übermittelten Avisen einlagert, war an einigen Tagen der Anteil nicht avisierter Wareneingänge eines seiner Kunden derart hoch, dass er quasi arbeitsunfähig wurde, da sein ganzer Wareneingang durch diese Lieferungen „verstopft“ wurde.

Geholfen hat ihm nun eine kleine Modifikation am w3/max, die wir „Avisen-Mapping“ nennen: Der Dienstleister lagert die Ware nun zunächst unabhängig vom fehlenden Avis ein. Trifft das Avis dann später nachträglich vom Kunden ein, kann er dialoggestützt die Positionen der Lieferung dem Avis zuordnen; alle im Avis enthaltenen, für die Lagerung wesentlichen Informationen können so der Ware nachträglich zugeordnet werden und dem Kunden kann dann vollautomatisch die kundenspezifische Einlagerungsquittung zugesandt werden.

Kleiner Aufwand, großer Erfolg – kein Problem mit einem LVS, das so universell anpassbar ist wie das w3/max!
Posted by
Thomas Omerzu
at 13:48 | No comments

Monday, 27. April 2009

Technische Logistikberatung

Nachdem wir nun schon mehrere Jahre die Wartung des Lagerverwaltungssystems bei einem Kunden durchführen, bekam ich vor einigen Monaten einen Anruf vom Kunden, bei dem ich gefragt wurde, wie denn eigentlich die Fördertechnik an die Lagerverwaltung angebunden ist.
Auf meine Nachfrage warum er dies wissen wollte, erklärte mir der Anrufer, dass er die Hardware seines Lagers erneuern wolle.

Da aber in seiner Firma niemand die Anlage kennt, wusste er nicht, was bei der Umstellung beachtet werden musste.

Aus diesem Grund suchte er „technische Logistikberatung“. Darunter stellte er sich nicht nur Unterstützung bei der Planung der neuen Lagersteuerung vor, sondern auch bei der Auswahl des Fördertechnikanbieters.

Eine vielleicht etwas ungewöhnliche Aufgabe, aber keinesfalls so abwegig!

Wer kennt denn die Steuerung am Besten – doch wohl die, die täglich damit arbeiten.
Wer kennt die Probleme bei den Abläufen – doch wohl auch die, bei denen die Probleme erst mal auflaufen.

Nach einer kurzen Ist-Aufnahme bildete sich schnell eine Expertengruppe beim Kunden heraus, die alle Vorteile vereinte.

Diese bestand aus
  • Dem Lagerleiter – Praktiker und gelernter Schlosser
  • Dem Leiter der Betriebslogistik, welcher den Werksüberblick hat
  • und mir als Projektleiter der EDV-Seite.
Gemeinsam haben wir nun den Umbau entworfen, indem sowohl mechanische Komponenten, wie auch EDV-Komponenten so ausgerichtet werden konnten, dass das Lager (obwohl schon älter) auch logistisch wieder ganz vorne mitschwimmen kann. Und dies für einen Bruchteil der Kosten, die ein „Schreibtischberater“ kosten würde.
Posted by
Thomas Ronzon
at 14:23 | No comments
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