w3/blog – The w3logistics Blog

21. April 2011

Datenbankoptimierung

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 13:05

Oracle-Datenbanken sind bekannt für umfangreiche Möglichkeiten der Optimierung.

Da gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, statt sich einfach auf vom Entwickler festgelegte Tabellen-Indexe für eine performante Arbeit zu verlassen, den Oracle-Optimizer heranzuziehen um die ausgeführten Transaktionen zu analysieren und so für diese dann optimale Abarbeitungsstrategien zu finden und damit die bestmögliche Performance zu erreichen.

Hier bieten sich große Chancen. Aber wie so oft, sind die Chancen nicht ohne Risiken.

Bei einem Kunden war neulich die Systemperformance völlig eingebrochen. Eine Analyse des Problems brachte zu Tage, dass ein vom Microsoft-Betriebssystem-Update-Dienst ausgelöster Systemreboot, der genau dann statt fand, als gerade der Oracle-Optimizer mit der Analyse des Transaktionslogs beschäftigt war, dazu geführt hatte, dass die Ausführungsinformationen völlig korrupt waren. Mit dem Effekt, dass sie bei der Ausführung ignoriert wurden, und die “Performance” ihren Namen nicht mehr verdiente.

Man sieht, dass man sich bei solchen Maßnahmen besser eines Experten bedient.

Übrigens: w3logistics ist Oracle-Gold-Partner und hat entsprechend qualifiziertes Personal ;-)

13. April 2011

Chaos ZVS-Software

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 08:23

Da geht doch gerade in der Presse die Meldung über das Chaos mit der neuen ZVS-Software herum, die von T-Systems realisiert werden sollte und nun nicht funktioniert.

Wieder ein Projekt, das ein schlechtes Licht auf die Software-Branche wirft.

Für mich macht dies aber zwei Dinge ganz klar:

Funktionierende Software hat ihren Preis. Wer einzig und allein den billigsten Anbieter wählt, muss sich bewusst sein, dass die Qualität der Software darunter wahrscheinlich leidet – und er wahrscheinlich später für Nachbesserungen draufzahlt.

Die Entscheidung für einen großen Anbieter garantiert keinesfalls, dass man gute Arbeit bekommt – im Gegenteil. Ein kleineres Unternehmen arbeitet wahrscheinlich viel engagierter, da für dieses Unternehmen der Erfolg jedes Projektes von wesentlicher Bedeutung ist.

Die Kunden von w3logistics jedenfalls sind zufrieden, das bedarf keiner weiteren Kommentare.

7. Februar 2011

Risiko altes Betriebssystem

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 14:43

Bei einem unserer Kunden „fanden“ wir bei einem Betriebsrundgang ein bisher weitgehend unbeachtet vor sich hin Laufendes, kleines PC-basiertes SCO-Unix-System zur Steuerung eines Speziallagers.

Das System war unbeachtet geblieben, weil es schon seit Jahren störungsfrei seinen Dienst tut. Dabei übersieht man dann leicht, dass das System genau genommen als unternehmenskritisch einzustufen ist und man auf Grund des Alters der Hardware immer damit rechnen muss, dass es über kurz oder lang ausfällt.

Man mag denken: „Wo ist das Problem, stelle ich halt einen neuen PC hin und fertig.“

Was in der Theorie so einfach klingen mag, gestaltet sich in der Realität nämlich schwierig, wie wir bei der vorsorglichen Einrichtung eines Ersatzsystems wieder bestätigt bekamen: Das alte Betriebssystem beinhaltet keine Treiber für die aktuelle Hardware! Besonders kritisch ist hier die Netzwerkkarte, wo als Alternativen nur das Kramen in der Bastelkiste oder einen komplette Virtualisierung der Hardware bleiben…

30. Juni 2010

Alte Software löschen?

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 14:58

Nein, denn oftmals steckt die einzige Dokumentation ganzer Workflows von Unternehmen im Sourcecode einer Software.

Dabei sollte meiner Meinung nach der Sourcecode entweder wiederverwendet werden (durch Kapselung), oder aber erst gelöscht werden, wenn eine neue Software wirklich im Betrieb gezeigt hat, dass sie die alte Software vollständig abgelöst hat.

Dabei können durchaus bis zu zwei Jahre ins Land gehen, da es oft einige Funktionen gibt, die nicht regelmäßig aufgerufen werden (z. B. Inventur, Jahresabschluss …)

Also: Erst abwarten, dann löschen.

31. Mai 2010

Informix SE – sowas gibt’s noch

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 12:00

Wieder mal ein Kundenanruf:
„Ich habe Speicher- und Performanceprobleme bei meiner Datenbank, auf der ca. 90 User arbeiten!“

„Welche Datenbank verwenden Sie denn?“

„Informix SE 5.0“

„Was? Na gut, ist zwar etwas ungewöhnlich (die Datenbank ist Stand ca. 1995), aber wir helfen.“

Und so kam es: Wir haben die Probleme gelöst und nebenbei noch etwas über ISAM-Dateien gelernt. .-)

17. Mai 2010

Lange Leitung

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 07:00

Anruf eines Kunden, dessen Lager wir sporadisch betreuen:
Einer meiner Lager-PCs steht seit 3 Wochen mit Netzwerkproblemen – unsere EDV weiß nicht mehr weiter, können Sie vielleicht helfen?

Innerhalb von nur 3 Stunden analysierten wir den Rechner und die dahinterliegende Infrastruktur soweit, dass wir dem Lagerleiter den Rat gaben, doch bitte ein der EDV unbekanntes Kabel bis zum Ende zu verfolgen.

Dies tat der Lagerleiter ca. 180(!) m und siehe da: Der Stecker am anderen Ende war nicht richtig gesteckt! .-)

Fazit: Manchmal sind es die kleinen Dinge!

26. April 2010

Systempflege nur für Bestandskunden?

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 09:31

Letztens kam bei uns die Hypothese auf, unser Leistungsangebot „Weiterentwicklung und Pflege“ könne sich ja wohl nur an Bestandskunden richten, die ein von uns geliefertes Softwaresystem haben.

Zunächst einmal klingt das zwar plausibel, denn die Weiterentwicklung einer selbst erstellen Software ist natürlich besonders einfach.

Allerdings belegt unser Konzept „Software-Retrofit“, das wir erfolgreich bei einer Reihe von Kunden, beispielsweise Strauss, KHS und Sappi umgesetzt haben, dass es auch ganz anders geht:

Hier wurde von uns in kurzer Einarbeitungszeit die Weiterentwicklung bestehender Software übernommen.

Je nach Kundenwunsch ging das teilweise soweit, dass durch mittlerweile ausgeklügelte Mechanismen wie spezielle Testverfahren und Simulationen alte Softwaresysteme schrittweise auf neue Plattformen übertragen, mit neuen, modernen Benutzeroberflächen ausgestattet, oder aber mit neuen Leistungsmerkmalen versehen wurden.

Und das zur größten Zufriedenheit unserer Kunden!

15. Februar 2010

EDV bei Ärzten

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 12:27

Neulich war ich seit langer Zeit wieder einmal beim Arzt.
Es ist schon erstaunlich mit welcher Technik man dort konfrontiert wird.
So konnte ich bei einem Sonographiegerät bestaunen wie 4 MB Speicher überprüft wurden, um anschließend Windows 3.1 zu booten.
Auf meine Nachfrage erklärte mir der Arzt, dass er sehr große Probleme mit dem PC habe, weil die Festplatte immer sehr schnell voll wäre und er deshalb auf Disketten ausweichen müsste.

Er war auch sehr erstaunt, dass ich ihm sagte, dass wir als Logistik-Software-Firma ihm helfen könnten, indem wir die Hardware aufrüsten bzw. die Software unter einem neueren Betriebssystem zum Laufen bringen würden. Schließlich haben wir dies auch bei Industrieanlagen ohne Sourcecode bewiesen (siehe z. B. WEPA).

Aber seien wir doch mal ehrlich, eigentlich ist es doch egal welche Hardware ich steuere – ob Hochregal oder medizinisches Gerät. .-)

21. September 2009

Von der alten zur neuen Welt

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Ronzon @ 12:22

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, ob es zwingend notwendig ist, die längst nicht mehr gewarteten proprietären Entwicklungstools eines Herstellers noch zu benutzen?

Sicher, sie sind eingeführt und sonst muss ja alles neu entwickelt werden?

Aber ist das wirklich so?

Bei einem Kunden jedenfalls interagieren Java und alter C-Code (und dieser Teil kommuniziert über Unix-Interprozess-Kommunikation) rechnerübergreifend seit vier Jahren wunderbar.

Möglich macht dies eine Lösung, bei der ein eigener Prozess den „Wandler zwischen den Welten“ spielt.

Neue Systemergänzungen werden in der neuen Umgebung geschrieben und die alte Umgebung nach und nach abgelöst. Sehr zur Freude des Kunden, da dies schrittweise und daher kostengünstig erfolgen kann ;-)

31. August 2009

Bedrohung Suchmaschine

Abgelegt unter: IT-Services — Thomas Omerzu @ 13:20

Suchmaschinen machen unser Leben einfacher: Kurz drei Wörter eingetippt und in den meisten Fällen hat man gleich auf den ersten Blick die gewünschte Information parat.

Was sich viele aber nicht bewusst machen, ist die Gefahr, die hiervon ausgeht. Die wurde mir deutlich, als sich neulich eine Mitarbeiterin eines Kunden bei mir beklagte, dass sie die bei uns für sie gehostete Website gar nicht erreichen könne. Bei genauem Nachfragen stellte sich heraus, dass sie den ihr bekannten Domainnamen nicht in das Adressfeld des Webbrowsers eingab, sondern bei Google danach suchte. Da die Suchmaschine die noch sehr neue Seite schlecht bewertete, kam sie aber in den Suchergebnissen gar nicht vor (bzw. erst so weit „unten“, dass sie übersehen wurde).

Nun mag das im vorliegenden Fall noch recht harmlos aussehen, jedoch kann dieses Vorgehen schwerwiegende Folgen haben: Böswillige Zeitgenossen können Angebote kommerzieller Anbieter nachbilden und durch Suchmaschinenoptimierung dafür sorgen, dass ihre Seiten in den Suchergebnissen noch vor den Originalseiten gelistet werden. Getäuschte Anwender können dann verleitet werden, persönliche Zugangsdaten in diese Seiten einzugeben. Mit den so erhaltenen Daten steht dann quasi beliebigen Missbrauchsszenarien nichts mehr im Wege.

Um so erschreckender, dass bei einer Umfrage im Bekanntenkreis deutlich wurde, dass viele eher unbedarfte Internetbenutzer genau dieses Modell verwenden: Obwohl die Domain bekannt ist, wird sie nur via der Suchmaschine zugegriffen.

Missbrauch steht hier Tür und Tor offen. Was man dagegen tun kann, ich weiß es jedenfalls nicht.

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